Der Einzelkämpfer – Richter Heinz Düx

mit Dr. Heinz Düx
und Dr. Lisa Abendroth, Prof. Dr. Lorenz Böllinger, Dr. Barbara Bromberger, Sylvia Düx-Heiseler, Prof. Dr. Norman Paech, Ruppert von Plottnitz, Christian Raabe, Joachim Schwammborn,
Prof. Dr. Gerhard Stuby, Helmut Zarges

Die historische Leistung von Heinz Düx liegt in seiner Arbeit als Untersuchungsrichter für den Auschwitzprozess. Mit genauer und kenntnisreicher Befragung von Zeugen und Angeschuldigten bereitete er den Prozess vor, der wie kein anderer Prozess der deutschen Nachkriegszeit die Struktur eines Konzentrationslagers und den verbrecherischen Charakter der NS-Herrschaft offen legte, ebenso wie die willige Beteiligung der Deutschen. In der mehrheitlich in den Nationalsozialismus verstrickten Richterschaft war und blieb Heinz Düx ein Außenseiter. Als Vorsitzender Richter an einem Zivilsenat des Frankfurter Oberlandesgerichts hat Heinz Düx sich in späteren Jahren für die Wiedergutmachungs- und Entschädigungsansprüche derer eingesetzt, die im Dritten Reich aus politischen und rassischen Gründen verfolgt worden waren. Sein antifaschistisch ausgerichteter politischer und publizistischer Einsatz brachte Heinz Düx viele Anfeindungen ein, bis zum Versuch der CDU, den unerschrockenen Einzelkämpfer aus dem Richteramt zu drängen.

79 Min., 2011

Im Auftrag von: historisches museum frankfurt / Bibliothek der Alten Gefördert von: Hessischer Rundfunk Filmförderung, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Hessisches Ministerium der Justiz, Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung.

Im Schatten des Unrechts:
Drei Frauen aus Sankt Petersburg

Drei Frauen aus Sankt Petersburg erzählen ihre Geschichte. Jewdokia Alexandrowna, Tamara Alfredowna und Natalia Michailowna erlebten, wie ihre Väter – ein Künstler, ein Pope und ein hoher Angestellter im Ministerium – in den Zeiten des stalinistischen Terrors umgebracht wurden. Sie selbst waren Jahrzehnte langen Repressionen ausgesetzt. Der Film verbindet die Erinnerungen der drei Frauen zu einer gemeinsamen Erzählung. Er zeigt, wie sie aus ihrer Kultur, insbesondere der Literatur, innere Freiheit und Kraft zum Überleben schöpfen.

Gefördert von: Stiftung für kulturelle, soziale und humanitäre Initiativen; Der Senator für Kultur Bremen, Landesmedienanstalt Bremen

96 Min., 2010

Die Fans sind wir

Coautor: Thomas Hafke, Fan-Projekt Bremen 35 Jahre Fan-Geschichte – berichtet von 15 Werder-Fans: Wehende Fahnen und Kuttenzeit, Konfl ikte zwischen Punks und Skins, legendäre Freundschaften und Fäuste – Fan zu sein heißt, sich in Gruppen einzufügen, ohne die eigene Identität zu verlieren.

Im Auftrag von Fan-Projekt Bremen - Gefördert von: Werder Bremen, Der Senator für Jugend und Soziales Bremen

79 Min., 2007

Thomas Geve:
Nichts als das Leben

Als zwölfjähriger wurde Thomas Geve von Berlin nach Auschwitz deportiert. Er überlebte als jugendlicher Maurer. Berühmt wurde er durch einen Bilderzyklus, den er direkt nach seiner Befreiung in Buchenwald zeichnete. Im Film wird Thomas Geve von einem 13-jährigen Jungen befragt.

Im Auftrag der Gedenkstätte Buchenwald

37 Min., 1997

Und wir sind begeistert mitmarschiert

Dokumentarfilm mit einer bemerkenswerten Gruppe von Zeitzeugen, die gemeinsam ihr Leben im Dritten Reich erinnern. Sie marschierten begeistert mit, sahen mitleidlos die Verfolgung der Juden. „Wir wollten tapfere Soldaten werden.“ Die Fahne ist ihnen mehr als der Tod. Erst in der Gefangenschaft setzte ein Umdenken ein. Aber Jahrzehnte lang wollten sie sich nicht erinnern.

Gefördert von: Nordmedia, Landeszentrale für pol. Bildung Bremen, Erinnern an die Zukunft e.V., Gegen Vergessen für Demokratie e.V., Landesinstitut für Schule Bremen,
Medienzentrum Bremen-Nord

48 Min., 2003 

Der Mann in der Brandung –
Spurensuche nach Franz Schensky

Die klassischen Schwarz-Weiß Aufnahmen Franz Schenskys von der stürmischen See, vom Aufprall der Wellen auf die Felsen Helgolands sind unübertroffen. Kein anderer Fotograf hat den Kampf der Elemente so eindrucksvoll dargestellt. Seine Bilder prägen noch heute das Bild vom brausenden und tobenden Meer. Fünfzig Jahre nach seinem Tod begibt sich der Filmemacher Wilhelm Rösing auf eine Spurensuche, befragt jene, die den großen Fotografen und kannten und sein Schicksal erinnern.

Im Auftrag von „Museum Helgoland“ - Gefördert von: Hermann Reemtsma Stiftung, Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein, Filmförderung Schleswig-Holstein

72 Min., 2008 

Überleben im Terror –
Ernst Federns Geschichte

In Zusammenarbeit mit Marita Barthel-Rösing und Marcus J. Adams. 1. Preis der Friedberger Filmtage 1993 Film des Monats: März 1994, Prädikat wertvoll Sieben Jahre war Ernst Federn (1914-2006) in Buchenwald eingesperrt – und hat überlebt. Im Film spricht er über den Terror der Nazis, aber auch über den Terror der Gefangenen untereinander. Wichtiger Film über den Alltag in einem KZ.

Gefördert von: Hamburger Filmbüro, Stiftung für kulturelle, soziale und humanitäre Initiativen, HR

90 Min., 1992

Bis zur Umkehrbank –
Hans Keilson erinnert sich

In Zusammenarbeit mit Marita Barthel-Rösing. Der emigrierte Schriftsteller Hans Keilson (1909) überlebte in Holland im Untergrund. Der Film verbindet seine Erinnerungen an seine Heimatstadt Bad Freienwalde mit den Berichten von Bürgern dieser Stadt an die jüdische Gemeinde. Widerstreitende Erinnerungen unter der Schale öffentlichen Vergessens.

Gefördert von: Filmförderung Brandenburg, Hamburger Filmbüro, Hessische Filmförderung,
Filmbüro NW

107 Min., 1995

Deutscher Gruß oder Prügel –
Zwei Polen aus Danzig erinnern sich

Leon Lendzions Familie gehörte zur polnischen Minderheit, direkt nach Kriegsbeginn wurde er ins KZ Stutthof gebracht. – Jack Mandelbaum ist der einzige Überlebende einer jüdischen Familie aus Gdingen. Er spricht von der täglichen Konfrontation im Alter mit den Schrecken der Vergangenheit.

32 Min., 2002

Was es heißt, ein Exilant zu sein –
Schwierige Begegnung in Heilbronn

Diesen Film wollte in Heilbronn niemand zur Kenntnis nehmen! 1933 ist Friedel Katz nach Frankreich gefl ohen, über Portugal emigriert sie in die USA – mit ihrem Mann, dem Schriftsteller H.W. Katz. 1988 trifft sie ihre ehemaligen Klassenkameraden. Ein Vertreter der Stadt meint, es wäre besser gewesen, die Juden zu erschießen.

45 Min., 1995

Diese Filme sind als DVD erhältlich. Bestellungen bitte per Post oder E-Mail an Kontakt.